Sonntag, 3. Mai 2015

Ich baue mir ein Hochbeet


Ich wollte schon lange ein Hochbeet haben. Denn die Anbauversuche in der sandigen Erde im Garten waren in den vergangenen Jahren eher bescheiden und ausserdem ist das Arbeiten in Bodennähe nicht besonders rückenschonend. 
Da der Preis für ein fertiges Hochbeet aus dem Baumarkt zwischen 70,- und 100,-€ liegt, hab ich mir was anderes überlegt: Beim Baumarktbesuch entdeckte ich einen Komposter aus einfachen imprägnierten Holzleisten für gerade mal 17,-€. Um den Wühlmäusen und Maulwürfen den Zutritt zum Hochbeet zu verwehren musste dann noch ein Meter feinmaschiger Draht für 7,-€ von der Rolle her.


Nachdem ich gestern im Baumarkt alles besorgt habe, ging es heute ans Aufbauen. Nun ja erstmal den Rasen an der ausgesuchten Stelle abstechen und an die Seite legen. Soll ja später wieder ins Hochbeet rein. Das war ganz schön anstrengend. Ein Helferchen wäre nicht schlecht gewesen. ;o)



Nachdem der Boden einigermaßen geebnet ist, kommt erst der Draht hinein und dann ging's ans Zusammenstecken des Komposters.  Das war wirklich ganz simpel. Und entgegen meiner Befürchtung passten die Ausklinkungen gut in einander.


Ursprünglich hatte ich mir überlegt, den Komposter von Innen mit Schilfrohrmatten oder ähnlichem auszukleiden. Doch nachdem ich einige Internetseiten durchforstet habe, entschloss ich mich doch für Folie, da diese die Feuchtigkeit besser im Beet hält und das Holz des Komposters so vielleicht besser vor Verrottung geschützt ist.
Ich kaufte aber nicht extra Folie, sondern recycelte die Beutelfolie von Rindenmulch, welcher auf ein anderes Beet wanderte. Die Folie wurde einfach im Komposter festgetacker. Die Folie von vier 40l Säcken reichte aus.
Dann konnte mit dem Befüllen begonnen werden: Zu erst habe ich im Garten alte Zweige abschnitten und etwa ein Drittel des Hochbeetes damit aufgefüllt. Auf diese Schicht kam dann etwas Urgesteinsmehl.
Als nächstes wurden die Grassoden wieder ins Beet gefüllt; mit der Grasseite nach unten zeigend. Auf eine Extraschicht Grasschnitt und Laub hab ich verzichtet, da die unterste Schicht schon genügend Laub enthielt. Mal schauen, ob das trotzdem funktioniert ;o)
Auf den nun nach oben zeigenden Gartenboden folgte wieder etwas Urgesteinsmehl und auch etwas Grillholzkohle; ich hab zwar keinen Dung, der für die Entstehung von Terra preta benötigt wird, aber vielleicht kann die Holzkohle ja trotzdem was gutes für den Boden tun. ;o)


Dann folgten noch zwei 40l Säcke Blumenerde. Leider ist immer noch Platz im Hochbeet. Also muss ich wohl noch etwas Erde besorgen ;o) Ausserdem wird die Erde im Beet in den nächsten Tagen noch etwas absacken. Mal sehen, wieviel Platz am nächsten Wochenende noch da ist, dann fülle ich den Rest auf.